Fieberkurve: messbare Schäden unserer Gesundheitspolitik.

16 Sep

Der Schwerpunkt unserer überparteilichen Diskussionsrunde: Gesundheitspolitik im ländlichen Raum.

Mit MdB Prof. Ullmann steht uns ein erfahrener Mediziner der Uniklinik Würzburg und Abgeordneter in Berlin für Informationen und Austausch zur Verfügung.

Gesundheit geht alle an. Herzliche Einladung an alle Bürger.

Auf du und du mit dem Kandidaten – Bildungspolitik im Fokus

6 Sep

Der Stammtisch im Juli beschäftigte sich mit dem Thema „Bildung“.

Einig war man sich darüber, dass Schule am Thema Digitalisierung nicht vorbeikommt, aber das Thema auch nicht darauf reduziert werden darf, wie viel digitale Didaktik in den Unterricht gebracht werden muss, sondern Digitalisierung als gesellschaftliches Phänomen begriffen und schulisch darauf reagiert werden muss. Was muss Schülern vermittelt werden – was bringen sie als digital Natives offensichtlich schon aus dem Elternhaus mit, war eine lang diskutierte Frage. Für Katrin Hiernickel, Kreisvorsitzende und Bezirkstagskandidatin liegt die Antwort darin, dass Schülern neben der technischen Nutzung von Medien das kritische Reflektieren beigebracht werden muss. Hier gäbe es leider viel Nachholbedarf, da viele Eltern dieses Thema vernachlässigen und selbst den Medien viel zu unkritisch gegenüber stehen. „Wenn ich meinem Kind das Handy wegnehme, wird es böse…“ In solchen Aussagen steckt die große Hilflosigkeit der Elterngeneration, die sich auf die Kindergeneration überträgt und gesellschaftlich nicht zu unterschätzende Folge hat. Aber auch das Verstehen der digitalen Prozesse sei wichtig – weswegen das Fach Informatik eine Neuausrichtung und Stärkung erfahren müsse. Auch die Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung muss sich auf diesem Gebiet wandeln, was jetzt als große Fortbildungsinitiative auf dem Weg gebracht wird, aber nicht als Schnellschuss verenden darf, sondern kontinuierlicher Weiterentwicklung bedarf.

Da der Landtagskandidat Graf Karl von Stauffenberg sehr sensibel beim Thema Digitalisierung und ländlicher Raum reagiert – wohnt er schließlich im abgelegenen Irmelshausen – gab es eine längere Diskussion darüber, wie den Schulen eine gute technische Grundausstattung ermöglicht werden könne. Ein Bayern – Wlan  – so das Ergebnis – wäre ideal, um die Einbindung eigener Geräte in den Unterricht zu ermöglichen.

Ein weiteres Anliegen war die Tatsache, dass sich eine Werteverschiebung weg von den klassischen Ausbildungsberufen hin zum Studium als must have ergeben hat. Dass das eine Fehlentwicklung sei, betonte Karl von Stauffenberg vehement. Ein Master solle so viel Wert sein wie ein Meister. Es ginge definitiv nicht um die beste Schule, sondern um die richtige Schule für jedes Kind. 

Auf du und du mit dem Kandidaten

13 Jun

Auf du und du mit dem Kandidaten

Zum Auftakt der sommerlichen Biergartenserie „Auf du und du mit dem Kandidaten“ zeigte sich schönstes Sommerwetter. Karl Graf von Stauffenberg, der FDP-Direktkandidat für den hiesigen Stimmkreis konnte gut gelaunt im Biergarten am Meehäusle in Haßfurt die Ziele seiner Politik erläutern und natürlich auch von sich erzählen. 

Stauffenberg ist kein Wegducker, kein Nachplapperer. Er spricht die Dinge an, die ihm auf dem Herzen liegen. Er setzt sich ein für den Kampf gegen jegliche Form von Extremismus. Er ist mutig, manchmal provokant: so ist er überzeugt, dass das Direktmandat der CSU nicht in Stein gemeißelt sei. Sein großes Ziel: Bayern ist nicht nur München oder Nürnberg. Es geht um die Aufwertung des ländlichen Raums – wichtig sei es einen Gesamtblick zu bekommen für das Flächenland Bayern. Stauffenberg fragt, wie kann man Potentiale nutzen, die vor Ort vorhanden sind? Er hat Ideen für den kommunalen Wettbewerb, eine davon ist, die Kriterien für die Stabilisierungshilfen zu ändern. Und er kann zuhören. Was sagen denn die anderen am Tisch? Wie ist die Situation in den Schulen, im öffentlichen Nahverkehr und in anderen Bereichen des Alltags. Und immer wieder kommt das Thema „Netz“ auf den Tisch. Die Digitalisierung ist eine Chance für den ländlichen Raum, aber nur wenn die Datengeschwindigkeit nicht hinterherhinkt, betont auch Bezirkstagskandidatin Hiernickel.

Bildung – Zukunft – Chancen – unsere Herzensthemen zur LTW 2018

3 Jun

AUCH KINDER HABEN ZUKUNFT VERDIENT

Den ländlichen Raum am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben zu lassen, ist eines der wichtigsten Ziele Stauffenbergs. Um das zu erreichen, wirbt er für mehr Wettbewerb unter den Kommunen und eine Stabilisierungshilfe, die abhängig von Bemühungen ist, die jeweilige Kommune auf einen wirtschaftlich gesunden Boden zu stellen. Dabei muss die Förderung von ansässigen Unternehmen und das Werben um neues Gewerbe im Vordergrund stehen: Und zwar mit allem was dazugehört. Medizinische Versorgung, kulturelle Angebote, Wohlfühlprogramme und trendige Ausgehangebote sind auch auf dem Land ein Muss. Für Familien sind auch hier flexible Einrichtungen für Kinderbetreuung unabdingar.

Wenn es um Kinder geht, dann ist es eine besonders wichtige Aufgabe, Bildungschancen zu eröffnen. Die FDP Haßberge setzt sich für die „weltbeste Bildung“ ein.

Was das bedeutet, erläutert Bezirkstagskandidatin Katrin Hiernickel: 

„Weltbeste Bildung meint gerechte Bildungschancen für jedes Kind. Aber Bildung ist Ländersache, das bedeutet eben in Folge auch Ungerechtigkeit innerhalb Deutschlands. Was ist das Abitur wert? Was bedeutet ein mittlerer Bildungsabschluss in einem föderalen System der Unterschiedlichkeit? Was passiert mit den Kindern bei einem Wohnortwechsel der Eltern? Diese Fragen bedürfen dringend einer Lösung.

Weltbeste Bildung meint bessere strukturelle Rahmenbedingungen zu schaffen. Nicht überall sind die Ausstattungsmerkmale der Schulen so gut wie im Landkreis Haßberge, aber auch hier gibt es noch viel zu tun, denn die Digitalisierung schreitet weiter voran und ohne zukunftsgerechte Bildung haben unsere Kinder schlechtere Chancen auf dem globalisierten Arbeitsmarkt 4.0. Der familiäre Hintergrund darf nie ein Hindernis für den Bildungserfolg eines jeden Menschen sein.

Weltbeste Bildung meint lebenslanges Lernen. Viele unserer Kinder werden zukünftig in Berufen arbeiten, die es heute noch nicht gibt, deren Anforderungen sich ständig wandeln und die eine stetige persönliche Weiterentwicklung erfordern. Dafür müssen Strukturen geschaffen werden, die lebenslanges Lernen erleichtern. Sabbatjahre für die Weiterbildung, Bildungsurlaube usw. gehören dazu.

Weltbeste Bildung meint bestes Personal für beste Bildung. Ohne die Wertschätzung einer Gesellschaft dem Lehrenden gegenüber wird es keinen Bildungserfolg geben. Lehrer sind heutzutage mehr als Wissensvermittler. Echte Pädagogen waren das schon immer, heute ist die Lücke zwischen Elternhaus und Schule jedoch so groß, dass der Lehrende sich mit ungeheurem persönlichem Engagement um seine Schüler bemühen muss sonst bleiben die Schwachen auf der Strecke. Diese Engagement muss aber professionell unterfüttert werden durch Fortbildung und Weiterqualifizierung, um den wechselnden pädagogischen Anforderungen und den methodischen Innovationen gerecht zu werden.“