Vorstandswahlen FDP Haßberge

17 Apr

Ebern. Die Kreishauptversammlung des FDP-Kreisverbandes Haßberge wählte gemäß der Satzung der Freien Demokratischen Partei Landesverband Bayern einen neuen Vorstand.

Rückblickend berichtete die Vorsitzende Katrin Hiernickel über die Aktivitäten aus dem vergangenen Jahr. Die wichtigsten regionalen Themen seien dabei die Windkraft, die medizinische Versorgung sowie die Wertstoffhofsituation gewesen. Geschäftsführer Alfred Neugebauer berichtete, dass das Geschäftsjahr 2016 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden konnte.
Nach den Berichten erfolgten die Neuwahlen für den Kreisverband. Die Wahlen bestätigten Katrin Hiernickel, Haßfurt, als Vorsitzende. Neu in den engeren Vorstand wurde als gleichberechtigter Stellvertreter Thomas Grimm, Haßfurt, gewählt. Weiterer Stellvertreter bleibt 2. Bürgermeister Harald Pascher, Ebern. Keine Veränderungen gab es bei Schatzmeister und Geschäftsführer Alfred Neugebauer, Rentweinsdorf und Schriftführer Kurt Sieber, Königsberg i. Bay. Beisitzer sind 2. Bürgermeister Bernhard Jilke, Westheim, Wolfram Freiherr von Rotenhan, Saarhof, Dr. Erhard Stubenrauch, Hofheim; Andreas Städler, Hofheim und Stadtrat a.D. Eberhard Ponader, Ebern. Als Kassenprüfer wurden Klaus Dünisch, Junkersdorf und Wolfgang Rohr, Haßfurt benannt.

Der Bundestagswahlkampf ist Aufgabe für die kommende Zeit. Der Vorstand wünscht sich, dem Ziel der Bayern FDP, ein Ergebnis von 8 % zu erzielen, beitragen zu können.

Vorstellung des Wahlkreiskandidaten Nicolas Thoma und schulpolitische Diskussion anlässlich der MV FDP Haßberge

10 Apr

Als Gäste wurden der Bezirksvorsitzende Karsten Klein aus Aschaffenburg, der Wahlkreiskandidat Nicolas Thoma und Martin Pöhner, FDP – Stadtrat aus Bamberg begrüßt. Karsten Klein, der auf der Landesliste der FDP mit Platz 2 als einer der Spitzenkandidaten gilt, eröffnete die Vorstellungsrunde der Kandidaten: „Die Liste ist mit Persönlichkeiten und Fachkompetenz gefüllt. Zudem sind auf den ersten Plätzen drei Franken vertreten und die Chancen sind gut.“, so Klein. Die Landespolitik wäre in der letzten Legislaturperiode unter Freidemokraten sicher anders gelaufen. Er bemängelte wie der Oberste Rechnungshof dies getan habe, dass die Schuldentilgung von der CSU, wie sie beschlossen war, nicht eingehalten wird. So hätten 1,5 Mrd. Euro getilgt werden müssen
Mit Nicolas Thoma stellte sich Wahlkreiskandidat für die Bundestagswahl den Mitgliedern aus dem Kreis Haßberge vor. Der 34-jährige studierte Politologe aus Bad Kissingen hat vor allem Außenpolitik und Infrastrukturpolitik als Schwerpunkte. Er wünscht sich eine Stärkung der außenpolitischen Position Deutschlands und der G7. Privat sei er verheirate und habe einen Sohn. Politik bestimme seit vielen Jahren sein Leben und er wolle sich mit ganzer Kraft der Herausforderung dieses großen Wahlkreises (Kreise Rhön – Grabfeld, Bad Kissingen, Haßberge) stellen.
Die Mitgliederversammlung, die in der Rückertstadt Ebern stattfand, stand unter dem Motto: „Das sind die Weisen, die durch Irrtum zur Wahrheit reisen. Die bei dem Irrtum verharren, das sind die Narren.“ Friedrich Rückert Mit Augenzwinkern verwies deshalb die Vorsitzende des Kreisverbandes Katrin Hiernickel auf die aktuelle Wende in der Schulpolitik der CSU, die zu einer Wiedereinführung des G9 führen wird. Einhellig begrüßte man, dass die endlose Diskussion nun durch eine klare Entscheidung beendet ist.
Die anwesenden FDP – Vertreter wünschten sich von der Rückkehr zum G9, die ja genaugenommen keine Rückkehr ist, sondern eine Aufstockung des G8, eine echte qualitative Verbesserung des derzeitigen Schulsystems. Ein Schwachpunkt der derzeitigen Situation sei die mangelnde Lernzeit, hervorgerufen durch eine Verdichtung der Lerninhalte, sodass vielen Schülern Zeit fehle, Wissen zu verarbeiten, anzuwenden und vor allem eigenes Denken zu entwickeln. In der Hektik des Lernalltags führe das zunehmend zu einer Lern- und Vergiss – Mentalität, die das Gegenteil dessen sei, was ursprünglich angedacht war.
Jetzt bleibt abzuwarten, wie durchdacht die geplante Bildungsreform ist. Unter den Anwesenden wurde die Verlagerung der Berufsorientierung in die 11. Jahrgangsstufe und damit vor den Beginn der Qualifizierungsstufe begrüßt. Auch die Stärkung der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer, wie Geschichte und Sozialkunde wurde einhellig positiv aufgenommen. Vieles, was bis vor wenigen Jahren ganz selbstverständlich in den Familien stattgefunden habe, fehle inzwischen und dieser gesellschaftlichen Tatsache kann sich Schule nun mal nicht entziehen. Bedenken wurden geäußert angesichts der fertigen neuen Lehrpläne, des Lehrplan Plus. Zudem wurde von Hiernickel darauf hingewiesen, dass die Lebenssituation in den Familien nicht mehr der gleicht, wie vor der Einführung des G8. Mehrheitlich sind jetzt beide Elternteile berufstätig, was Probleme bieten kann, wenn der Ganztagsunterricht geringer wird. Hier tritt die Kreis – FDP für die weitere Ausgestaltung attraktiver Ganztagsplätze an den Schulen ein. Eine verbesserte Rhythmisierung des Unterrichts sollte neue Anreize schaffen, dass berufstätige Eltern mit gutem Gewissen ihre Kinder in den gebundenen oder offenen Ganztagszweig schicken.
Konkrete Forderungen der FDP für die Umgestaltung des Gymnasiums sind, dass die Errungenschaften des G8 beibehalten werden sollen. Das heißt konkret finanzielle Mittel der individuellen Förderungen, die Intensivierungsstunden, W- und P- Seminare, die integrierte Lehrerreserve dürfen zukünftig nicht zu Lasten der Schulen gerechnet werden, um die Umbaukosten zum G9 aufzufangen. Der Unterricht solle inhaltlich entzerrt werden, Lernzeit im besten Wortsinne eingeführt werden, MINT-Fächer gestärkt und moderne Lern- und Lehrmethoden flächendeckend durchgesetzt werden und Schulen dafür auch technisch ausgestattet werden. Große Besorgnis herrschte einhellig über die Bewerbersituation unter den Lehramtsabsolventen einiger Schularten. Auch beste Staatsexamina helfen nicht in den Staatsdienst zu kommen. Hoffnung wurde postuliert, dass das Kultusministerium den erst in einigen Jahren (wenn die zusätzliche 11. Jgst. kommt) sprunghaft ansteigenden Lehrerbedarf vorausschauend steuert. Ziel muss es sein, die besten Lehrer mit Weitblick für den Dienst an den Gymnasien zu halten, betonte auch der Wahlkreiskandidat Thoma.

In der Fortsetzung der Gesprächsrunde ging es um die örtliche und damit vor allem bauliche Situation der Gymnasien und anderer Schulen. Im Kreis Haßberge werde kräftig in Bildung investiert. Die Generalsanierungen am Schulzentrum in Haßfurt laufen seit Jahren und zeigen den politischen Willen des Kreises, für die Schüler modernste Lernorte zu schaffen.

Ehrungen langjähriger und verdienter FDP – Mitglieder

10 Apr

Im Rahmen der FDP – Mitgliederversammlung wurden verdiente langjährige Mitglieder geehrt. So waren dies zunächst mit einer beachtlichen Zahl von 40 Jahren FDP – Mitgliedschaft Eberhard Ponader sowie Wolfgang Elflein, die beide die Urkunde und Ehrennadel sowie ein kleines Präsent aus der Hand des Bezirksvorsitzenden, der Kreisvorsitzenden und des Wahlkreiskandidaten erhielten. Karsten Klein würdigte die Treue und den Verdienst der beiden „Urgesteine“, dies umso mehr da er selber erst in wenigen Wochen sein 40. Lebensjahr erreiche.
Mit 10 Jahren Mitgliedschaft und langjähriger Vorstandstätigkeit wurden weiter Thomas Grimm und Katrin Hiernickel geehrt, die ebenso eine Urkunde und kleine Anerkennung erhielten.

Mitgliederversammlung in Ebern

10 Apr

Zu Beginn der Mitgliederversammlung lud die Kreisvorsitzende Katrin Hiernickel zu einem kleinen Spaziergang in die Hoch – Anlage Ebern ein. Dort wurden die anwesenden Mitglieder und Gäste nach einer kurzen Begrüßung auf ein besonderes Kunstwerk eingestimmt. Der Künstler und das langjährige FDP – Vorstandsmitglied Eberhard Ponader präsentierte anlässlich der MV sein neuestes Holz-Kunstwerk, eine Baumstumpfkunst. Die Skulptur „Syrien 2016“ veranschaulicht den Syrienkonflikt auf eine sehr eindringliche Art. Der angreifende Adler mit seinem deutlich geformten Schnabel weist symbolisch auf die Luftangriffe hin, die die syrische Bevölkerung erleiden muss. Das Gesicht der Frau mit Kopftuch und den Händen an den Ohren zeigt deutlich, was sie zu leiden hat. Und von unten, aus dem Volk, kommt dann die Schlange, die den IS symbolisiert. Eberhard Ponader ist es verständlich gelungen, den Betrachter nachdenklich zu machen und auf das Leid der Bevölkerung hinzuweisen.