Auf du und du mit dem Kandidaten

13 Jun

Auf du und du mit dem Kandidaten

Zum Auftakt der sommerlichen Biergartenserie „Auf du und du mit dem Kandidaten“ zeigte sich schönstes Sommerwetter. Karl Graf von Stauffenberg, der FDP-Direktkandidat für den hiesigen Stimmkreis konnte gut gelaunt im Biergarten am Meehäusle in Haßfurt die Ziele seiner Politik erläutern und natürlich auch von sich erzählen. 

Stauffenberg ist kein Wegducker, kein Nachplapperer. Er spricht die Dinge an, die ihm auf dem Herzen liegen. Er setzt sich ein für den Kampf gegen jegliche Form von Extremismus. Er ist mutig, manchmal provokant: so ist er überzeugt, dass das Direktmandat der CSU nicht in Stein gemeißelt sei. Sein großes Ziel: Bayern ist nicht nur München oder Nürnberg. Es geht um die Aufwertung des ländlichen Raums – wichtig sei es einen Gesamtblick zu bekommen für das Flächenland Bayern. Stauffenberg fragt, wie kann man Potentiale nutzen, die vor Ort vorhanden sind? Er hat Ideen für den kommunalen Wettbewerb, eine davon ist, die Kriterien für die Stabilisierungshilfen zu ändern. Und er kann zuhören. Was sagen denn die anderen am Tisch? Wie ist die Situation in den Schulen, im öffentlichen Nahverkehr und in anderen Bereichen des Alltags. Und immer wieder kommt das Thema „Netz“ auf den Tisch. Die Digitalisierung ist eine Chance für den ländlichen Raum, aber nur wenn die Datengeschwindigkeit nicht hinterherhinkt, betont auch Bezirkstagskandidatin Hiernickel.

Bildung – Zukunft – Chancen – unsere Herzensthemen zur LTW 2018

3 Jun

AUCH KINDER HABEN ZUKUNFT VERDIENT

Den ländlichen Raum am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben zu lassen, ist eines der wichtigsten Ziele Stauffenbergs. Um das zu erreichen, wirbt er für mehr Wettbewerb unter den Kommunen und eine Stabilisierungshilfe, die abhängig von Bemühungen ist, die jeweilige Kommune auf einen wirtschaftlich gesunden Boden zu stellen. Dabei muss die Förderung von ansässigen Unternehmen und das Werben um neues Gewerbe im Vordergrund stehen: Und zwar mit allem was dazugehört. Medizinische Versorgung, kulturelle Angebote, Wohlfühlprogramme und trendige Ausgehangebote sind auch auf dem Land ein Muss. Für Familien sind auch hier flexible Einrichtungen für Kinderbetreuung unabdingar.

Wenn es um Kinder geht, dann ist es eine besonders wichtige Aufgabe, Bildungschancen zu eröffnen. Die FDP Haßberge setzt sich für die „weltbeste Bildung“ ein.

Was das bedeutet, erläutert Bezirkstagskandidatin Katrin Hiernickel: 

„Weltbeste Bildung meint gerechte Bildungschancen für jedes Kind. Aber Bildung ist Ländersache, das bedeutet eben in Folge auch Ungerechtigkeit innerhalb Deutschlands. Was ist das Abitur wert? Was bedeutet ein mittlerer Bildungsabschluss in einem föderalen System der Unterschiedlichkeit? Was passiert mit den Kindern bei einem Wohnortwechsel der Eltern? Diese Fragen bedürfen dringend einer Lösung.

Weltbeste Bildung meint bessere strukturelle Rahmenbedingungen zu schaffen. Nicht überall sind die Ausstattungsmerkmale der Schulen so gut wie im Landkreis Haßberge, aber auch hier gibt es noch viel zu tun, denn die Digitalisierung schreitet weiter voran und ohne zukunftsgerechte Bildung haben unsere Kinder schlechtere Chancen auf dem globalisierten Arbeitsmarkt 4.0. Der familiäre Hintergrund darf nie ein Hindernis für den Bildungserfolg eines jeden Menschen sein.

Weltbeste Bildung meint lebenslanges Lernen. Viele unserer Kinder werden zukünftig in Berufen arbeiten, die es heute noch nicht gibt, deren Anforderungen sich ständig wandeln und die eine stetige persönliche Weiterentwicklung erfordern. Dafür müssen Strukturen geschaffen werden, die lebenslanges Lernen erleichtern. Sabbatjahre für die Weiterbildung, Bildungsurlaube usw. gehören dazu.

Weltbeste Bildung meint bestes Personal für beste Bildung. Ohne die Wertschätzung einer Gesellschaft dem Lehrenden gegenüber wird es keinen Bildungserfolg geben. Lehrer sind heutzutage mehr als Wissensvermittler. Echte Pädagogen waren das schon immer, heute ist die Lücke zwischen Elternhaus und Schule jedoch so groß, dass der Lehrende sich mit ungeheurem persönlichem Engagement um seine Schüler bemühen muss sonst bleiben die Schwachen auf der Strecke. Diese Engagement muss aber professionell unterfüttert werden durch Fortbildung und Weiterqualifizierung, um den wechselnden pädagogischen Anforderungen und den methodischen Innovationen gerecht zu werden.“

Neubelebung des FDP Ortsvereins Ebern

3 Jun

Eberner FDP mit neuem Vorstand: von links nach rechts: Pascher, Ponader, Dünisch, Neugebauer

Ebern. Eberhard Ponader übergab bei einer Mitgliederversammlung den Stab an Harald Pascher. Der Stadtrat a. D. Eberhard Ponader übte das Amt seit 1990 aus. Zum Stellvertreter wurde Klaus Dünisch aus Junkersdorf und zum Schriftführer Alfred Neugebauer, Rentweinsdorf, gewählt. Das Amt des Kassierers liegt beim Kreisschatzmeister. Als Beisitzer bleibt Eberhard Ponader Mitglied des FDP-Ortsvorstandes Ebern.

Im Rückblick auf die Amtszeit Ponaders stellte Eberns 2. Bürgermeister Pascher fest, dass Ponader von 1990 bis 2002 Stadtrat mit Parteifreund Friedrich Streng war. Während dieser Zeit lag sein besonderer Augenmerk auf Ortsverschönerungen sowie Bepflanzung der Kläranlage.

Mit kritischem Augenmerk beobachtete Ponader die Stadtratspolitik und brachte mit Streng mehrere Anträge ein, zum einen, um jeweils eine Diskussion zum Thema anzuregen und zum anderen auf Schwachstellen hinzuweisen. Dazu gehörte auch die Vorbereitung zum Verkehrskonzept der Stadt Ebern. Als Forstwirt liegt ihm Naturschutz besonders nahe. Er trat für vermehrten Einsatz des heimischen Holzes ein (Hackschnitzelanlage) , für Regenwassernutzung, für eine optimale Wasserversorgung aus städtischen Brunnen. Als Künstler mit der Kettensäge hat Eberhard Ponader im Anlagenring zwei Kunstwerke geschaffen. Sein Hobby als Förster ist die Beobachtung der Wildkatzen-Population in den Haßbergen. Dass er damit Unterstützung lieferte, die Windräder auf dem Tonberg bei Kirchlauter zu verhindern, hat ihn selbst überrascht. Eberhard Ponader wurde mit einem Präsent durch den neuen Vorsitzenden gedankt.

Im weiteren Verlauf der Sitzung war auch wieder das Verkehrskonzept ein Thema, „ das Harald Pascher mit fachlichem Können weiterführt“, so Eberhard Ponader. Auch ging es um einen Busbahnhof, von dem aus alle Schüler in Ebern an- bzw. abfahren und dem Öffentlichen Personennahverkehr dient.

Beerdigungen auf dem Friedhof oder in einem Ruheforst wurden anhand von drei Möglichkeiten angeregt diskutiert. Festzustellen ist, dass ein Ruheforst nicht mehr den Charakter eines typischen Waldes hat, weil eine Aufbereitung nötig ist. Die Mitglieder sind offen für mehrere Bestattungsmöglichkeiten, sprachen sich aber gegen absolut anonyme Bestattungen auf säkularisiertem Grund aus.