Digitale Bildung im Quantensprung

17 Apr

Drei Wochen Homeschooling war die Devise als die Schulen bayernweit geschlossen wurden. Nun nach den Osterferien wissen wir, dass unsere Schulen im Landkreis wie in ganz Bayern noch weitere Wochen geschlossen bleiben. Was der Gesundheit dient, braucht aber auch zumutbare Rahmenbedingungen für unsere Jüngsten. Wer keine Kinder oder Enkel hat, würde sich wundern, wie Lernen heutzutage ablaufen kann. Digitale Lernplattformen, gemeinsames Arbeiten an gemeinsamen Dokumenten, Unterricht per Videokonferenz usw…

Mit iPads für jeden Schüler ab Jahrgangsstufe 5 und Laptops ab Klasse 10 könnte das Homeschooling besser umgesetzt werden.

Viele Lehrer tun ihr Bestes, um das schnell aufzuholen, was jahrelang eher weggeschoben wurde: digitales Arbeiten. Insofern darf und sollte man allen Lehrern großen Respekt zollen, wenn sie versuchen, bestmöglich ihre Schülerinnen und Schüler digital zu erreichen, denn diese neuen Arbeitsweisen kosten zusätzlich viel Energie und Kraft. Doch es macht Freude zu sehen, wie es die Kinder den Lehrern danken, wenn sie merken, dass sie bestmöglich beim Lernen unterstützt werden.

Im Landkreis sind unsere Schulen recht gut digital ausgestattet, dachte man bisher. Doch in der Krise zeigt sich, ein digitales Endgerät gehört in jede Schülerhand, wie ein Schulbuch oder anders Arbeitsmaterial. Denn was nützt die beste digitale Betreuung beim Homeschooling, wenn die Kinder zuhause mit einem Uralt-Computer darauf zugreifen oder sich um die Endgeräte streiten müssen.