Liberale im Landkreis Haßberge bereiten sich auf Kommunalwahlen vor

24 Aug

Haßfurt. Zu einem Arbeitstreffen sind am vergangenen Mittwoch Vertreter der FDP Haßberge um die Kreisvorsitzende Katrin Hiernickel und des Bezirksverbandes der FDP Unterfranken, darunter Bezirksvorsitzender Karsten Klein MdB, in Haßfurt zusammengekommen. Vorrangiges Thema war die Vorbereitung auf die im März kommenden Jahres stattfindenden Kommunalwahlen. Mit momentan vier Kreisräten und zwei stellvertretenden Bürgermeistern sehen sich die Liberalen in den Haßbergen gut aufgestellt. „Ziel ist es, wieder mit mindestens vier Mandatsträgern im Kreistag vertreten zu sein und den Generationenwechsel innerhalb der Liberalen erfolgreich zu gestalten“ so Kreisvorsitzende Katrin Hiernickel. Karsten Klein stellte seinerseits die Kampagnen-Vorschläge der Landespartei und die Unterstützungsangebote des Landes- und Bezirksverbandes vor.

Im Anschluss an den organisatorischen Teil fand eine angeregte Diskussion über die aktuelle politische Lage in Deutschland statt.

Hierbei stößt den Liberalen vor Ort besonders sauer auf, dass Umweltschützer pauschal die Forstwirtschaft für Dürreschäden in Wäldern verantwortlich machen. „Die Dürre allgemein setzt unseren Wäldern zu. Dabei macht es keinen Unterschied, ob diese bewirtschaftet werden oder nicht“, so Freiherr von Rothenhan.

Mit Blick auf die von der Bundesregierung beschlossene Reform des Solidaritätszuschlages kritisiert Haushaltsexperte Klein: „die Soli-Reform von Finanzminister Scholz ist eine Mogelpackung. Sparer, Anleger und auch viele kleine und mittelständische Unternehmen werden weiter belastet. Letzteres ist gerade in Zeiten des konjunkturellen Abschwungs ein vollkommen falsches Signal.“ Die FDP setzt sich weiter für eine komplette Abschaffung des Solidaritätszuschlages zum 1.1.2020 ein und will dies zur Not vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe einklagen.

Kurt Sieber Ehrenmitglied im Bezirksvorstand Unterfranken

23 Apr

Anlässlich des Bezirksparteitages in Aschaffenburg wurde Kurt Sieber, KV Haßberge, nach über 45 Jahren aktiver Parteiarbeit zum Ehrenmitglied des Bezirksvorstandes Unterfranken ernannt und für sein jahrzehntelanges Wirken in diesem Gremium geehrt. 

von links: Karsten Klein, wiedergewählter Bezirksvorsitzender, Kurt Sieber, Ehrenmitglied der FDP Unterfranken, Katrin Hiernickel, Mitglied im Bezirksvorstand  Unterfranken und Kreisvorsitzende FDP Haßberge

Resümee Landesparteitag Erlangen 3/19 – Umweltschutz und Frauen

6 Apr

In der Kreis-FDP diskutierten wir anlässlich unserer Jahreshauptversammlung über den vergangenen Landesparteitag und die Antragsberatung, die sich auf zwei Kernanträge fokussierte: „Umweltschutz ist Bürgerrecht“ und „faire Chancen für alle“.

Beim ersten Antrag gingen die Meinungen auseinander. Dass Umweltschutz wichtig ist, sei unbestritten und auch für die FDP ein wichtiges Thema. Inwieweit man aber mit dem Thema Umweltpolitik schon die richtigen Aussagen getroffen habe, war doch strittig. In Erinnerung bleibt die Aussage von Eberhard Ponader, der anmahnte, dass es allerhöchste Zeit sei, sich diesem Thema aktiv anzunehmen. Die vermeintliche Kompetenz der Grünen sei zum Teil eine Falschwahrnehmung, die im Detail den Erwartungen nicht standhielte. Zu sehen an Aussagen zum Thema Steigerwald, wo grüne Vergleiche mit dem Hambacher Forst einfach sachlich verfehlt seien. Auch in der Vorstandschaft war man sich einig, dass die FDP ihre Kompetenzen in Sachen Umwelt stärker nach vorn bringen müsse. Gerade im Kreisverband habe man mit  Herrn Ponader (Förster a.D.), Landwirten auch personelle Kompetenzen, die schon bisher unsere kommunalpolitische Arbeit beeinflusst haben. (Vgl. Themen Windräder, Wildkatze, Steigerwald) Grüne Politik in der FDP dürfe – so mahnte die Kreisvorsitzende und Stellvertreter Grimm – aber nicht einem Trend hinterherlaufen und populistische Züge annehmen, weswegen wir  konkret planen, uns dem Thema „alternative Antriebe“ anzunehmen. Harald Pascher, Stellvertreter verwies auf entsprechende Anfragen an den verkehrspolitischen Sprecher der Bundes – FDP. Konkret stehen demnach die Fragen im Raum:

Wie können alternative Antriebe entwickelt werden und verbreitet werden? Wie kann der um sich greifende Kurzflugtourismus umweltverträglich gelenkt werden? 

Wir würden uns freuen, Mitdenker im Landkreis zu finden, die uns in dieser Thematik unterstützen.

Die zweite Thematik war die Stärkung und Neugewinnung weiblicher Mitglieder. Dem war in der Diskussion nichts hinzufügen. Schließlich haben wir ja immerhin eine (die einzige in Unterfranken) weibliche Kreisvorsitzende und würden uns außerordentlich um mehr weibliche Mitglieder bemühen, wenn sie kommen… 🙂

Dass es aber gerade für Frauen oft sehr schwierig ist, Familie, Beruf, weiteres Ehrenamt und Politik unter einen Hut zu bekommen, betonte Katrin Hiernickel. Hier benötigten Frauen weniger die Unterstützung der Partei, die es schon immer gegeben habe, sondern vor allem Verständnis und viel mehr noch Unterstützung in ihren Familien. Parteiarbeit sei eben Arbeit am Wochenende. Und Ausschussarbeit noch oft mit langen Fahrzeiten in Richtung Südbayern verknüpft, sodass man abwägen muss, ob diese Arbeit geleistet werden kann, so die Vorsitzende. In diesem Zusammenhang betonte sie auch, wie sehr sie der Vorstandschaft – insbesondere Alfred Neugebauer und Kurt Sieber – dankbar für die starke Unterstützung sei.