Resümee Landesparteitag Erlangen 3/19 – Umweltschutz und Frauen

6 Apr

In der Kreis-FDP diskutierten wir anlässlich unserer Jahreshauptversammlung über den vergangenen Landesparteitag und die Antragsberatung, die sich auf zwei Kernanträge fokussierte: „Umweltschutz ist Bürgerrecht“ und „faire Chancen für alle“.

Beim ersten Antrag gingen die Meinungen auseinander. Dass Umweltschutz wichtig ist, sei unbestritten und auch für die FDP ein wichtiges Thema. Inwieweit man aber mit dem Thema Umweltpolitik schon die richtigen Aussagen getroffen habe, war doch strittig. In Erinnerung bleibt die Aussage von Eberhard Ponader, der anmahnte, dass es allerhöchste Zeit sei, sich diesem Thema aktiv anzunehmen. Die vermeintliche Kompetenz der Grünen sei zum Teil eine Falschwahrnehmung, die im Detail den Erwartungen nicht standhielte. Zu sehen an Aussagen zum Thema Steigerwald, wo grüne Vergleiche mit dem Hambacher Forst einfach sachlich verfehlt seien. Auch in der Vorstandschaft war man sich einig, dass die FDP ihre Kompetenzen in Sachen Umwelt stärker nach vorn bringen müsse. Gerade im Kreisverband habe man mit  Herrn Ponader (Förster a.D.), Landwirten auch personelle Kompetenzen, die schon bisher unsere kommunalpolitische Arbeit beeinflusst haben. (Vgl. Themen Windräder, Wildkatze, Steigerwald) Grüne Politik in der FDP dürfe – so mahnte die Kreisvorsitzende und Stellvertreter Grimm – aber nicht einem Trend hinterherlaufen und populistische Züge annehmen, weswegen wir  konkret planen, uns dem Thema „alternative Antriebe“ anzunehmen. Harald Pascher, Stellvertreter verwies auf entsprechende Anfragen an den verkehrspolitischen Sprecher der Bundes – FDP. Konkret stehen demnach die Fragen im Raum:

Wie können alternative Antriebe entwickelt werden und verbreitet werden? Wie kann der um sich greifende Kurzflugtourismus umweltverträglich gelenkt werden? 

Wir würden uns freuen, Mitdenker im Landkreis zu finden, die uns in dieser Thematik unterstützen.

Die zweite Thematik war die Stärkung und Neugewinnung weiblicher Mitglieder. Dem war in der Diskussion nichts hinzufügen. Schließlich haben wir ja immerhin eine (die einzige in Unterfranken) weibliche Kreisvorsitzende und würden uns außerordentlich um mehr weibliche Mitglieder bemühen, wenn sie kommen… 🙂

Dass es aber gerade für Frauen oft sehr schwierig ist, Familie, Beruf, weiteres Ehrenamt und Politik unter einen Hut zu bekommen, betonte Katrin Hiernickel. Hier benötigten Frauen weniger die Unterstützung der Partei, die es schon immer gegeben habe, sondern vor allem Verständnis und viel mehr noch Unterstützung in ihren Familien. Parteiarbeit sei eben Arbeit am Wochenende. Und Ausschussarbeit noch oft mit langen Fahrzeiten in Richtung Südbayern verknüpft, sodass man abwägen muss, ob diese Arbeit geleistet werden kann, so die Vorsitzende. In diesem Zusammenhang betonte sie auch, wie sehr sie der Vorstandschaft – insbesondere Alfred Neugebauer und Kurt Sieber – dankbar für die starke Unterstützung sei.