Gründung des Juli-KV

26 Sep

Mit der Gründung unseres Juli-Kreisverbandes 2020 haben unsere jungen Anhänger den Schritt in die eigenständige Organisation als Julis angetreten. Wir gratulieren euch und dem 1. Vorsitzenden Michael Keupp wünschen wir viel Erfolg beim Umsetzen eurer Ideen.

Juli-Haßberge KV

Stauffenberg Bundestagskandidat

26 Sep

Im Wahlkreis 248 Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld, Haßberge stellte die FDP Graf Karl von Stauffenberg (rechts) als Kandidaten für die Bundestagswahl 2021 auf.

Im Wahlkreis 248 Bad Kissingen, stellte die FDP Graf Karl von Stauffenberg (rechts) als Kandidaten für die Bundestagswahl 2021 auf, Karsten Klein, MdB, gratulierte. Foto: Regina Vossenkaul

Im Vorfeld der Bundestagswahl 2021 nominiert die FDP ihre Kandidaten. Nun trafen sich in Sulzfeld FDP-Mitglieder, die ihren ersten Wohnsitz im Wahlkreis 248, bestehend aus den Landkreisen Bad Kissingen, Haßberge und Rhön-Grabfeld, haben. Einziger Bewerber für den Wahlkreis war Graf Karl Stauffenberg, der auch einstimmig als Bundestagskandidat gewählt wurde. Der hielt zuvor ein kurzes Statement und bedankte sich nach der Wahl für das Vertrauen.

Graf Stauffenberg stellte sich den Anwesenden vor und nannte seine politischen Schwerpunkte. Er ist 49 Jahre alt, ist verheiratet und hat vier Kinder. Besonders setzt er sich für den ländlichen Raum ein, denn der ist nach seiner Meinung in der FDP unterrepräsentiert, obwohl 60 Prozent der Bevölkerung dort leben.

Engagement für das Land

Ihre Wähler habe die FDP bisher vor allem in den Städten gewinnen können, aber die Probleme in Stadt und Land seien unterschiedlich. „Wir müssen aufhören, Wahlkampf nur für die Städte zu machen“, sagte Stauffenberg. Er erwarte aufgrund der Corona-Pandemie mehr Arbeitslosigkeit, eine Gesundheitskrise und eine gesellschaftliche Krise in den nächsten Jahren. „Wir müssen alles geben, damit die FDP wieder in den Bundestag kommt“, sagte Stauffenberg und warnte vor einer rot-rot-grünen Koalition, dem „Sozialismus durch die Hintertür“.

Karsten Klein nannte die nächste Bundestagswahl eine „Herausforderung“. Gerade im Bezirksverband Unterfranken wurde hervorragende Arbeit geleistet, bestätigte er. Die Arbeit der Partei fange vor Ort an, mit dem Kontakt zu den Bürgern und in der Kommunalpolitik. Auch er erwartet 2021 und 2022 einen dramatischen Wirtschaftseinbruch, die FDP kümmere sich darum, aus der Krise wieder herauszukommen. Die Hilfsprogramme und die Kurzarbeit würden helfen, aber „der Staat kann nicht auf Dauer die Wirtschaft finanzieren, normalerweise ist das umgekehrt“, sagte Klein. Wohlstand könne nur mit einer starken Wirtschaft erhalten bleiben.

Bundestagsabgeordneter Professor Andrew Ullmann gratulierte und hofft auf einen guten Erfolg bei der Bundestagswahl. Als Gesundheitspolitiker macht er sich vor allem über die Corona-Krise Gedanken. Die momentane Entwicklung habe gezeigt, wie wenig das Gesundheitswesen auf eine Pandemie und eine zweite Welle vorbereitet ist. Zum Beispiel die Digitalisierung hinke hinterher. Die FDP habe diesbezügliche Vorschläge eingereicht, die abgelehnt wurden.

Kreismitgliederversammlung in Augsfeld

18 Jul

Haßfurt. Noch gab es kein Händeschütteln und Schulterklopfen, aber eine Zusammenkunft von Angesicht zu Angesicht wurde nach Zeiten der Online-Meetings als sehr bereichernd empfunden und so konnte die Vorsitzende Katrin Hiernickel zahlreiche Teilnehmer begrüßen.

Ein herzliches Willkommen galt besonders den 4 neuen Kreisräten Pascher, Jilke, Dr. Goschenhofer, Dr. Leucht sowie dem Ortsvorsitzenden und Stadtrat Martin Pöhner, der als Gast des benachbarten KV Bamberg gekommen war. Mit Freude wahrgenommen und herzlich begrüßt wurden auch die anwesenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die den Kontakt zum KV gesucht hatten und im Fokus des 2. Tagesordnungspunktes #wie leben wir in 10 Jahren – Perspektiven vor Ort schaffen standen.

Im folgenden Gedankenaustausch kam zum Ausdruck, dass das öffentliche Leben im Kreis Haßberge Veränderungen erfordert. Immer wieder im Fokus stand die Infrastruktur als Kern eines attraktiven Lebensumfeldes. Zukunftsfähig sei nicht, wer dem Individualverkehr auf dem Land eine Absage erteile. Solche Projekte passen nicht in eine Region, in der die Sehenswürdigkeiten und Landschaftsziele viele Kilometer weit auseinander liegen. Die Frage nach einem flexiblen ökologischen ÖPNV kann auch durch Digitalsierung (Taxi-APPs etc.) gelöst werden. Das kann aber nur mit Zuschüssen aus der öffentlichen Hand funktionieren. Die bestehenden Verkehrsverbünde sind ebenfalls bisher nur ein guter Einstieg. Denn auf Dauer ist es unverständlich, dass die Zugfahrt nach München günstiger ist als nach Würzburg. 

Die Zahl der Touristen im Landkreis steigt, auffällig bei Bikern.  Auch hier ist zukunftsgerecht zu agieren. Oft würden nur die „Hotspots“ angesteuert. Hier gelte es eine Streuung der Touristen zu erzielen. Aber von den anwesenden Jugendlichen wurde auch deutlich gemacht, dass das nicht der Fokus der Kommunalpolitik sein könne, denn die Zukunft liege bei den Bewohnern. Hier braucht es mehr als touristisches Gewerbe. Gewünscht wird zum Beispiel, dass starts ups besser zu fördern sind, damit nicht nur Zentren entstehen, sondern auch die Dörfer überleben können. Eine solche Förderung bezöge sich nicht nur auf Kredite, sondern auch auf Bereitstellung von Gewerbefläche, Entbürokratisierung und Beratung. 

Kreisschatzmeister Alfred Neugebauer berichtete über einen 20-prozentigen Mitgliederzuwachs und einen positiven Kassenabschluss, auch bei den Wahlkampfkosten. 

Kurt Sieber zum Ehrenvorsitzenden ernannt

16 Jul

Haßfurt 15/07/2020: Unter dem Beifall der Anwesenden würdigte Katrin Hiernickel das Lebenswerk von Kurt Sieber, der 48 Jahre im Kreisrat (Fraktionsvorsitzender) tätig war. Als Bürgermeister von Königsberg und als Landtagsabgeordneter in München hat er der FDP sein Leben gewidmet.

Alfred Neugebauer übergab ihm als Präsent einen kräftigenden Schluck, damit der neue Ehrenvorsitzende auch weitere Jahre für den KV Haßberge wirken kann.

v.L. Kurt Sieber, Alfred Neugebauer, Katrin Hiernickel

Digitale Bildung im Quantensprung

17 Apr

Drei Wochen Homeschooling war die Devise als die Schulen bayernweit geschlossen wurden. Nun nach den Osterferien wissen wir, dass unsere Schulen im Landkreis wie in ganz Bayern noch weitere Wochen geschlossen bleiben. Was der Gesundheit dient, braucht aber auch zumutbare Rahmenbedingungen für unsere Jüngsten. Wer keine Kinder oder Enkel hat, würde sich wundern, wie Lernen heutzutage ablaufen kann. Digitale Lernplattformen, gemeinsames Arbeiten an gemeinsamen Dokumenten, Unterricht per Videokonferenz usw…

Mit iPads für jeden Schüler ab Jahrgangsstufe 5 und Laptops ab Klasse 10 könnte das Homeschooling besser umgesetzt werden.

Viele Lehrer tun ihr Bestes, um das schnell aufzuholen, was jahrelang eher weggeschoben wurde: digitales Arbeiten. Insofern darf und sollte man allen Lehrern großen Respekt zollen, wenn sie versuchen, bestmöglich ihre Schülerinnen und Schüler digital zu erreichen, denn diese neuen Arbeitsweisen kosten zusätzlich viel Energie und Kraft. Doch es macht Freude zu sehen, wie es die Kinder den Lehrern danken, wenn sie merken, dass sie bestmöglich beim Lernen unterstützt werden.

Im Landkreis sind unsere Schulen recht gut digital ausgestattet, dachte man bisher. Doch in der Krise zeigt sich, ein digitales Endgerät gehört in jede Schülerhand, wie ein Schulbuch oder anders Arbeitsmaterial. Denn was nützt die beste digitale Betreuung beim Homeschooling, wenn die Kinder zuhause mit einem Uralt-Computer darauf zugreifen oder sich um die Endgeräte streiten müssen.