Die Landwirtschaft nicht vergessen

27 Aug

Maßbach. Bei einem Treffen von Interessierten und FDP-Mitgliedern aus dem Wahlkreis 248 bekannte Karl Graf Stauffenberg, dass er sich besonders für den ländlichen Raum einsetzt, denn der ist nach seiner Meinung auch in der FDP unterrepräsentiert, obwohl 60 Prozent der Bevölkerung in Deutschland hier leben.

Den anwesenden Landwirten gab er mit: „Ihr prägt das Landschaftsbild und sorgt dafür, das was auf den Teller kommt“. Die Politik in München und Berlin kümmere sich vor allem um zu wenig Wohnraum, um zu hohe Mieten, um die Energiegewinnung …„doch die Wind- und Solarparks stehen auf dem Land, die Lebensmittel werden hier produziert“. Andererseits würden die Gewinne in den Metropolregionen gemacht und auf dem Land gebe es zu wenig.

Die FDP-Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer war aus Landshut in den Wahlkreis Bad Kissingen gekommen, um dem Karl Graf Stauffenberg Schützenhilfe im Wahlkampf zu leisten. Sie zeigte sich als Expertin für Fragen rund um die Landwirtschaft.

„Es mag viele überraschen, dass für uns in der FDP die Landwirtschaft ein essenzielles Thema ist und dass wir uns für eine zukunftsfähige Landwirtschaft stark machen“, sagte Nicole Bauer. Ihre Kernforderung: die Landwirtschaftspolitik müsse wieder wissenschaftsorientiert sein, nicht ideologisch.

Klar sprach sie sich auch gegen ein Verbot von Verbrenner- und Dieselautos aus, das sei auf dem Land völlig unrealistisch und bis zum Jahr 2030 keinesfalls durchsetzbar.

Das Foto zeigt FDP-Bundestagskandidat Karl Graf Stauffenberg (links), Nicole Bauer, MdB (2.v.r.) und den Geehrten Manfred Dittmar (2.v.l.)
Foto: Dieter Britz

Die Bundestagsabgeordnete forderte für die Landwirtschaft „ideologiefreie Politik, Planungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit „. Ein deutsches Tierwohl-Label sei nicht nötig, dafür sei ein EU-einheitliches Label erforderlich. Vehement kritisierte sie, dass die Landwirte „immer mehr komplett sinnfreie Auflagen aufgebürdet bekommen“. Sie bedauerte, dass es hier weniger Betriebe werden, außer  in den umliegenden Ländern.

Zu den Problemen mit dem Nitrat im Grundwasser betonte sie, dass durchaus nicht nur die Landwirtschaft daran schuld sei, sondern auch Kläranlagen oder große Industriebetriebe.

In der anschließenden Diskussion ging es unter anderem um das Vordringen der Wölfe aus Hessen. Sie vertrat die Meinung: Es sollte das Europarecht auch in Deutschland umgesetzt werden dürfen.

Auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Manfred Dittmar in Maßbach wurde der Hausherr geehrt. Der FDP-Kreisvorsitzende Linus Rieß nutzte dieGelegenheit, um Manfred Dittmar die Theodor-Heuss-Medaille als Dank für seine 50-jährige Zugehörigkeit zur FDP zu überreichen.

Alfred Neugebauer