Stauffenberg Bundestagskandidat

26 Sep

Im Wahlkreis 248 Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld, Haßberge stellte die FDP Graf Karl von Stauffenberg (rechts) als Kandidaten für die Bundestagswahl 2021 auf.

Im Wahlkreis 248 Bad Kissingen, stellte die FDP Graf Karl von Stauffenberg (rechts) als Kandidaten für die Bundestagswahl 2021 auf, Karsten Klein, MdB, gratulierte. Foto: Regina Vossenkaul

Im Vorfeld der Bundestagswahl 2021 nominiert die FDP ihre Kandidaten. Nun trafen sich in Sulzfeld FDP-Mitglieder, die ihren ersten Wohnsitz im Wahlkreis 248, bestehend aus den Landkreisen Bad Kissingen, Haßberge und Rhön-Grabfeld, haben. Einziger Bewerber für den Wahlkreis war Graf Karl Stauffenberg, der auch einstimmig als Bundestagskandidat gewählt wurde. Der hielt zuvor ein kurzes Statement und bedankte sich nach der Wahl für das Vertrauen.

Graf Stauffenberg stellte sich den Anwesenden vor und nannte seine politischen Schwerpunkte. Er ist 49 Jahre alt, ist verheiratet und hat vier Kinder. Besonders setzt er sich für den ländlichen Raum ein, denn der ist nach seiner Meinung in der FDP unterrepräsentiert, obwohl 60 Prozent der Bevölkerung dort leben.

Engagement für das Land

Ihre Wähler habe die FDP bisher vor allem in den Städten gewinnen können, aber die Probleme in Stadt und Land seien unterschiedlich. „Wir müssen aufhören, Wahlkampf nur für die Städte zu machen“, sagte Stauffenberg. Er erwarte aufgrund der Corona-Pandemie mehr Arbeitslosigkeit, eine Gesundheitskrise und eine gesellschaftliche Krise in den nächsten Jahren. „Wir müssen alles geben, damit die FDP wieder in den Bundestag kommt“, sagte Stauffenberg und warnte vor einer rot-rot-grünen Koalition, dem „Sozialismus durch die Hintertür“.

Karsten Klein nannte die nächste Bundestagswahl eine „Herausforderung“. Gerade im Bezirksverband Unterfranken wurde hervorragende Arbeit geleistet, bestätigte er. Die Arbeit der Partei fange vor Ort an, mit dem Kontakt zu den Bürgern und in der Kommunalpolitik. Auch er erwartet 2021 und 2022 einen dramatischen Wirtschaftseinbruch, die FDP kümmere sich darum, aus der Krise wieder herauszukommen. Die Hilfsprogramme und die Kurzarbeit würden helfen, aber „der Staat kann nicht auf Dauer die Wirtschaft finanzieren, normalerweise ist das umgekehrt“, sagte Klein. Wohlstand könne nur mit einer starken Wirtschaft erhalten bleiben.

Bundestagsabgeordneter Professor Andrew Ullmann gratulierte und hofft auf einen guten Erfolg bei der Bundestagswahl. Als Gesundheitspolitiker macht er sich vor allem über die Corona-Krise Gedanken. Die momentane Entwicklung habe gezeigt, wie wenig das Gesundheitswesen auf eine Pandemie und eine zweite Welle vorbereitet ist. Zum Beispiel die Digitalisierung hinke hinterher. Die FDP habe diesbezügliche Vorschläge eingereicht, die abgelehnt wurden.